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Algebraische Notation

Allgemein gebräuchlich ist heute die Algebraische Notation. Das Schachbrett wird mit einem Koordinatensystem belegt. Durch Aufzeichnung der ziehenden Figur, des Ausgangsfeldes und des Zielfeldes der einzelnen Züge wird eine Schachpartie schriftlich festgehalten.

In der Algebraischen Notation wird zuerst die Art der Figur angegeben:

  • Deutsch: K = König, D = Dame, T = Turm, L = Läufer, S = Springer
  • International: K = König (King), Q = Dame (Queen), R = Turm (Rook), B = Läufer (Bishop), N = Springer (Knight). (Eine Liste mit Figurenbezeichnungen in anderen Sprachen ist im Artikel Schachfigur zu finden.)
  • Bei einem Bauern wird die Angabe weggelassen.

Danach wird in der ausführlichen algebraischen Notation das Ausgangs- und Zielfeld notiert; in der verkürzten algebraischen Notation notiert man in der Regel nur das Zielfeld.

Züge auf ein freies Feld werden durch ein „−“, Schlagzüge durch ein „x“ zwischen Ausgangs- und Zielfeld gekennzeichnet. Ein Schachgebot erhält ein „+“ hinter dem Zug, ein Matt „++“, "‡" oder „#“. Wird ein Bauer in eine andere Figur umgewandelt, so wird der Buchstabe dieser Figur hinter dem Zug angegeben. Die kleine Rochade wird durch „0–0“ gekennzeichnet, die große Rochade durch „0-0-0“. Das en-passant-Schlagen wird durch ein nachgestelltes „e.p.“ gekennzeichnet. Ein Remisangebot wird durch (=) vermerkt.

Nach dem letzten Zug wird das Ergebnis der Partie notiert, ein 1:0 steht für den Sieg des Spielers mit den weißen Steinen, ein 0:1 für den Sieg des Spielers mit den schwarzen Steinen, ein ½:½ für einen unentschiedenen Ausgang (Remis). Kampflos gewonnene Partien werden mit +:− bzw. −:+ notiert.

Ausführliche algebraische Notation

Die ausführliche algebraische Notation war früher in Druckwerken (Schachbüchern und -zeitschriften) weithin gebräuchlich.

Beispiele:

e2-e4 Bauer zieht von e2 nach e4.
Sb1xc3+ Der Springer auf b1 zieht nach c3, schlägt den dort vorhandenen gegnerischen Stein und bietet Schach.
Td1-d8# Turm zieht von d1 nach d8 und setzt matt.
e7-e8D Bauer auf e7 zieht nach e8 und verwandelt sich in eine Dame.
f5xg6 e.p. Bauer f5 schlägt den gegnerischen Bauern auf g5 im Vorübergehen und zieht nach g6.

Verkürzte algebraische Notation

Bei der Kurznotation wird das Ausgangsfeld weggelassen. Ist ein Zug dadurch nicht mehr eindeutig beschrieben, so wird die Ausgangslinie (sofern diese nicht identisch ist) oder die Ausgangsreihe (falls beide Figuren auf der gleichen Linie stehen) hinzugefügt.

Die verkürzte Form der Notation ist bei der handschriftlichen Notation der Schachpartie üblich und hat sich weitgehend auch in Schachbüchern und -zeitschriften durchgesetzt.

Beispiele:

Lc4 Läufer zieht nach c4.
Lxc4 Läufer zieht nach c4 und schlägt dort eine gegnerische Figur.
b4 Bauer zieht nach b4.
axb4 Bauer a3 zieht nach b4 und schlägt dort eine gegnerische Figur.
fxg6 e.p. Bauer f5 zieht nach g6 und schlägt dabei den gegnerischen Bauern auf g5 im Vorübergehen.
Sec4 Der Springer auf der e-Linie zieht nach c4.
Sexc4 Der Springer auf der e-Linie schlägt auf c4.
T1c7 Der Turm auf der ersten Reihe zieht nach c7.
cxd8D Bauer auf c7 schlägt auf d8 und verwandelt sich in eine Dame.
cxd8S+ Bauer auf c7 schlägt auf d8, verwandelt sich in einen Springer und bietet Schach.
Quelle Wikipedia.org
 
   
 
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